Nicht-Europäische Sprachen

Wenn wir uns auf diese Sprachen beziehen, gehen wir davon aus, dass es sich um Minderheiten- Sprachen handelt.

 

Etymologisch gesehen haben die Wörter, die wir im Allgemeinen verwenden, um „Pueblos originarios“ mit ihren Sprachen zu verbinden, eine negative Bedeutung und werden selten hinterfragt. Nelson Reascos, Professor an der UCE und PUCE in Ecuador, analysiert in einem Vortrag am 17. Mai 2020 die Materialisierung von Rassismus im Alltag. Er klärt beispielsweise den Missbrauch mancher Wörter wie indigen oder „Aborigen“ auf.

 

Der griechische Ursprung von indigen ist indus (innerhalb) und genus (Herkunft). Es bedeutet literal, von innen geboren (einheimisch). In der griechischen Philosophie bezieht sich Qualifizieren jedoch auf diejenigen ohne Kultur, diejenigen ohne „Animus“ und Geist oder Menschlichkeit. Daher das Wort Indigente (bedürftig). Ein anderes Wort ist Aborigen (Ureinwohner) – die ohne Ursprung bedeutet. Diese Art des Missbrauchs bestimmter Wörter ist Teil des sogenannten „Racismo blando (weichen Rassismus), der es uns oft nicht erlaubt, diese schlechte Praxis im Alltag zu erkennen.

 

„Indigene“ Sprachen

Laut UNESCO, Indigene Sprachen werden nach Regionen eingeteilt. Vor allem in Lateinamerika sind sie am stärksten konzentriert. In Argentinien finden wir beispielsweise Sprachen wie Wichí, Chorote oder Mocoví. In Ecuador: Tsafiki, Quechua oder Sapara. In Peru unter anderem die Bora, die Ocaína oder die Cholón.

 

Wenn man sich auf spezifischere Zahlen konzentriert, gibt es im Allgemeinen weit verbreitetere Sprachen wie Quechua mit 14 Millionen Sprechern; die Guarani mit 12 Millionen; Aymara mit 3 Millionen oder Nahuatl mit 2,5 Millionen.

 

In Afrika werden mehr als tausend verschiedene Sprachen gesprochen. Abgesehen von Arabisch, dessen Grenzen die des Kontinents überschreiten, sind Swahili und Hausa die am weitesten verbreiteten Sprachen der Afrikaner mit jeweils mehr als zehn Millionen Sprecher*Innen.

 

Die anderen Müttersprachen

In Berlin stellen wir fest, dass durch die Migrantische Organisation mehrere Migrant*Innen einige Sprachen weiterleben. In unserem Bezirk wurden einige Aktivitäten durchgeführt, um das Problem anzugehen. Ab dem Jahr 2019 Quechua (Peru), Suaheli (Kenia) und Mabi (Kamerun) wurden in das Programm für Bilinguale Märchentage im Pankow aufgenommen.

 

Hier eine Abfolge der Beiträge der Pankower Migrant*Innen Organisationen in diesem Prozess, außereuropäische Sprachen in unserer Arbeit sichtbar zu machen.

 

Podiumsdiskussion im Rahmen der Woche gegen Rassismus 2021

 

Der Wert seltener Sprachen in Berlin.

Referent*Innen:

Frau Anastacia Nganga (Swahili, Swahili) – Swahili

Frau Daniela Zambrano - Yakunewen e.V.- Quechua.

Frau Ornella Amichetti Quentrequeo – Yakunewen e.V. -Mapudungun

Herr Dr. Jacky Talonto - Integrationsbeirat Pankow: AG Mehrsprachigkeit.

Moderatorin: Frau Rachel Nangally Kouombi (Sources - d´Espoir e.V.)

 

Online-Workshop “Quechua in Berlin“ 2021

Das Frauenkollektiv MigrArte Perú veranstaltete den Workshop „Quechua in Berlin – ein anthropologischer Blick. Die indigene Sprache Quechua (Runa Simi)“ im Rahmen des Netzwerks BEFaN konzeptualisieren. Mit der Anthropologin Anett Hofmann.

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