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Mai: „Neues von der AG Frauen in Trennung“

Seit der Entstehung von dem Projekt Migrapower im Jahr 2015 wurde versucht, die Kompetenzen der organisierten Migrant*innengemeinschaft im Bezirk Pankow sichtbar zu machen. Teil unserer Arbeit war es unter anderem, mit der Verwaltung und dem Kulturamt zu arbeiten: Bibliotheken, VHS oder Jugendamt - immer mit dem Wunsch, Wissen auszutauschen und zusammenzuarbeiten.  Wir haben die Entstehung mehrerer bereits institutionalisierter thematischer Netzwerke im Bezirk begleitet. Mit dieser Erfahrung und unserem Bestreben, die Allianzen zwischen dem Netzwerk Frauenprojekte und den Pankower MSO-Netzwerken, die in Verbindung mit dem Integrationsbüro stehen, zu stärken; ist die AG “Frauen in Trennung” entstanden. Aus dem Oberthema “Frauen und Familie” hat diese AG die Situation von Frauen in Kontexten der Trennung als ihren Schwerpunkt definiert.


Ausgehend von dieser Arbeitsgruppe und im Rahmen des 2020-Ziels von Migrapower - Lobbyarbeit - wurden die Erwartungen mehrerer Frauenvereine mit und ohne Migrationshintergrund kanalisiert und andere Wege der Lobbyarbeit aus weiblicher Perspektive erlernt. Dieser Prozess ist Teil eines Lernprozesses, der offen für neue Kooperationen und neue Beiträge von interessierten Institutionen ist.

Wir freuen uns Euch, unsere Nachrichten im Mai mitzuteilen:


Unsere Initiative hat den Monat Mai genutzt, um sich weiterzubilden und ihr Netzwerk zu vergrößern. Angefangen damit haben wir auf dem deutschen Präventionstag, dem größten europäischen Kongress zum Thema Prävention & Demokratieförderung. Unter den vielen interessanten Vorträgen und Veranstaltungen im Rahmen der zwei Kongresstage möchten wir den Vortrag von BIG e.V., der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen herausheben. Hierbei ging es um die Mitbetroffenheit von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von häuslicher Gewalt. Und um die Tatsache, dass Gewalt häufig in die nächste Generation weitergetragen wird. Um diesen Gewaltkreislauf zu durchbrechen, arbeitet BIG seit über zehn Jahren an Berliner Grundschulen.

Weiter ging es für uns mit einem Veranstaltungstag in der Mexikanischen Botschaft zum Thema “Herausforderungen für Binationale Familien“ mit besonderem Augenmerk auf den Schutz von Frauen und Kindern. Wir hatten die Gelegenheit, informative Vorträge der Opferhilfe Berlin e.V., der Gewaltschutzambulanz an der Berlin Charité und des Berliner Vereins “Hilfe für Jungs“ e.V. zu hören und uns mit Vertretern verschiedener internationaler Organisationen intensiv auszutauschen. Wir hatten außerdem die Gelegenheit, Kontakt mit Mikk-e.V. International Mediation Centre auszutauschen und es werden bald neue Kooperationen für die AG entstehen. Wir haben am 28. Mai bei Sitzung der AG Frauen der Paritätische Berlin teilgenommen und haben mit anderen interessanten Frauen*organisationen ausgetauscht und vernetzt. Wir freuen uns unsere Input in Frauen* Angelegenheiten, die sich auch mit Migration überschneidt. Die gute Nachricht: Insgesamt sind wir auf viel Interesse für unsere Initiative gestoßen. Das macht Mut und spornt uns an, unser Netzwerk mit Hilfe der neuen Kontakte in den nächsten Wochen nochweiter ausbauen.

Text: Dr. Gabriele Vößkühler, Marita Orbegoso und Helga Elsner Torres.


24.05 am Mexikanischen Botschaft: Veranstaltung "Retos y desafíos de las familias binacionales" ("Herausforderungen der binationalen Familien"). Im Foto sind Vertreter*innen von der Mexikanischen Botschaft Berlin, MaMis en Movimiento e.V., HILFE-FÜR-JUNGS e.V., Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, Mikk e.V. - International Mediation Centre, Xochicuicatl e.V. Asociación de mujeres latinoamericanas en Berlín und BIG e.V.

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